Besuch der Gedenkstätte Buchenwald 30. April 2013

Die Schrenzerschule besucht auch in diesem Jahr das Konzentrationslager Buchenwald. Anschließend wird es noch einen kleinen Aufenthalt in der Stadt Weimar geben. Alles weitere erfahrt ihr morgen.

30.04.2013 Hier stehen wir vor dem Lagertor bzw. dem Bunker. Wir besuchen nun die Ausstellung und im Anschluss werden wir eine Führung mitmachen.20130430-151152.jpg

 

Im Rahmen des Geschichtsunterrichts besuchten die Schüler der diesjährigen Abschlussklassen die Gedenkstätte Buchenwald bei Weimar

„Ihr habt es verdient, hier zu sein!“, so übersetzte ein Zehntklässler die Originalinschrift „Jedem das Seine“ am Haupttor des Lagers. Was seitens der Nationalsozialisten als Verhöhnung der Häftlinge gedacht war, stimmte die Schülerinnen und Schüler während der ca. 90minütigen Führung durch das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald nachdenklich. Denn, so wurde den Jugendlichen berichtet,  bei den insgesamt 250.000 zwischen 1937 und 1945 nach Buchenwald verschleppten und dort inhaftierten Menschen handelte es sich selten wirklich um Kriminelle. Es reichte schon aus, dass man anders dachte, einer anderen Religion, einer anderen Rasse oder einem anderen Volk angehörte oder eine von der Norm abweichende sexuelle Orientierung zeigte – kurz gesagt, nicht in das Menschenbild der Nazis passte. In dem von den Nationalsozialisten propagandistisch als „Umerziehungs- und Schutzhaftlager“ bezeichneten Gefängnis, waren die Häftlinge der willkürlichen Gewalt seitens der SS-Wachmannschaften ausgesetzt. Folter und Mord waren an der Tagesordnung. Kleinste Vergehen gegen die strenge Lagerordnung wurden hart bestraft. Die Gefangenen mussten täglich oft stundenlang und bei jeder Witterung auf dem Appellplatz stehen. Sie mussten Tag für Tag körperliche Schwerstarbeit im nahe gelegenen Steinbruch oder in einem der beiden neben dem Lager niedergelassenen Rüstungsbetriebe leisten. Als Unterkünfte dienten ihnen hölzerne Baracken, in denen die Menschen unter katastrophalen hygienischen Bedingungen, auf engstem Raum zusammengepfercht leben mussten. Teilweise mussten sich vier oder mehr Personen gleichzeitig ein Bett teilen. Viele Häftlinge starben an Unterernährung, fielen Seuchen zum Opfer oder schufteten sich bei der mörderischen Zwangsarbeit zu Tode. Die Leichen der über 56.000 in Buchenwald getöteten Menschen wurden größtenteils im lagereigenen Krematorium verbrannt. Die beklemmende Atmosphäre an diesem, von den Schülerinnen und Schülern als letzte Station der Führung besuchten Ort, hat bei vielen einen bleibenden Eindruck hinterlassen.

 

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