Heiße Reifen und quietschende Bremsen bringen Fünftklässler zum Nachdenken

Noch mal schnell über die Straße laufen, obwohl da vorne ein Auto kommt? Diese Frage beantworten die Fünftklässler der Schrenzerschule seit dem Verkehrssicherheitstag in der Schrenzerschule eindeutig mit „Nein“. Eindrucksvoll demonstrierte der Verkehrstrainer des ADAC, Michael-Alexander Lange, seinem gespannten Publikum wie lange es dauert, bis ein Auto, das „nur“ mit Tempo 30 unterwegs ist, braucht, bis es endlich steht: Fast 20 Meter! Selbst die Schüler schafften es im Selbstversuch nicht, aus einem kurzen Sprint heraus an einem vorher bestimmten Punkt anzuhalten, sondern brauchten noch einige Schritte bis sie standen, obwohl sie sich doch so bemüht hatten. Deutlich erkannten Sie auch den Zusammenhang zwischen dem Bremsweg auf der einen Seite und Geschwindigkeit, Reifenprofil sowie Straßennässe auf der anderen Seite.

Warum muss man sich auch auf kurzen Strecken anschnallen oder einen Kindersitz benutzen? Keinem der insgesamt teilnehmenden Schülern und Schülerinnen war bekannt, dass die Knochen von unter-12-jährigen viel zu weich sind, um dem Aufprall des Sicherheitsgurtes standzuhalten. Viel einsichtiger war die Erklärung, dass der Gurt bei kleinen Personen ganz einfach an der falschen Stelle sitzt und auf diese Weise Verletzungen hervorrufen kann. Mehr als einmal wurde auch deutlich, wie wichtig das gute Beispiel der Eltern ist. Höhepunkt des Sicherheitstrainings mit dem ADAC, das zum festen Bestandteil im Jahresterminplan der Schrenzerschule geworden ist, war wie immer der Bremstest. Bei Tempo 30 machte der Diplom-Pädagoge Michael-Alexander Lange mit den jungen Mitfahrern eine Vollbremsung. Die Kraft, mit der der Körper in den Gurt geschleudert wurde, war für alle deutlich spürbar.. Am Schluss waren sich alle einig: Die für Schulen kostenlose Verkehrssicherheitsaktion „Achtung Auto“ hat viel allen Spaß gemacht und war ein voller Erfolg.
Karin Balasch

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