Wandzeitung der Geschichts AG über die Industrielle Revolution

Die Auswertung ihrer Studienfahrt nach Goslar haben die SchülerInnen der Geschichtsreisen-AG der Schrenzerschule Butzbach in einer Wandzeitung unter dem Titel „Industriellen Revolution“ dokumentiert. Die Wandzeitung ist in der Bibliothek der Schrenzerschule für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit einem Besuch des Bergwerkes in Rammelsberg, Goslar waren die SchülerInnen wieder einmal erleb- und erlernbar Geschichte auf den Grund gegangen. Der Schwerpunkt und das Interesse war diesmal auf die Problematik der Industrialisierung gerichtet.

Die Erze des heutigen Weltkulturerbes Rammelsberg machten einst die Stadt Goslar bedeutend für die Herrscher des Mittelalters. In der Kaiserpfalz zu Goslar wurde bei Reichstagen deutsche Geschichte geschrieben. Heute erzählt hier ein Wandgemälde die Geschichte des „Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation.“ Das seit 1988 stillgelegte Erzbergwerk Rammelserg zeigt als Museum und Besucherbergwerk die bedeutungsvolle Tradition des Bergbaus und Goslar und im Harz. 2010 wurde zudem die Oberharzer Wasserwirtschaft – ein weltweit einzigartiges Teich- und Grabensystem zur Energiegewinnung durch Wasserkraft – ergänzend zum Rammeslberg und zur Altstadt Goslar in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Doch nicht nur über die Reise der AG nach Goslar haben die Mitglieder der Geschichtsreisen-AG Lesens- und Erstaunenswertes zusammengestellt, auch hat die Gruppe sich andere Themen vorgenommen, die in der Industriellen Revolution von Bedeutung waren und immer noch sind. Entwicklungen wie Dampfmaschine, Spinning Jenny (mechanischer Webstühle), sowie die Geschichte des Fließbandes und die Beisteuerung der Firma Krupp in die Entwicklung der Industrialisierung in Deutschland sind auf ihrer Wandzeitung zu lesen und anzuschauen.

Aber auch die Missstände der Revolution sind auch zu Papier gebracht und tituliert, „Auf der Suche nach Arbeit“ wurden die Negativaspekte formuliert, in der viele Sorgen und Nachteile der Industriellen Revolution sich konzentrieren. Das Arbeiterproletariat hatte nicht nur mit geringen Löhnen, unzureichender Absicherung in Falle von Krankheit, Unfall oder Tod sowie Wohnungselend, Hunger und Arbeitslosigkeit zu kämpfen („Soziale Frage“), auch keinerlei Formen des Arbeitsschutzes gab es damals. Auch Armut und Hunger machten das Leben zunehmend schwerer. Doch dies änderte sich erst in kleinen Schritten anhand von einigen Rechten der sozialen Sicherung für die Arbeiter. Die Menschen wurden versichert und ihre sozialen Bedingungen verbesserten sich rasch.  „Proletarier aller Länder vereinigt Euch!“- so lautete eine der Grundparolen der damaligen Sozialdemokraten. Um 1870 sammelte sich in Deutschland, ausgelöst durch die Industrielle Revolution, jede Menge sozialer Sprengstoff an. Die Menschen reagierten “einheitlich” auf die veränderte Situation. Aufgrund der veränderten Lebensumstände beklagten sie sich und protestierten, indem sie die Fabriken und deren Einrichtungen besetzten, ja sogar zerstörten. Die Arbeiter wollten und konnten sich mit den Veränderungen durch die Industrielle Revolution nicht einfach nur abfinden. Immer mehr Landarbeiter und kleine Bauern vom Lande zogen in die Städte, suchten Arbeit in den Fabriken, um ihre Lebensgrundlagen zu verbessern. Daher hatten die Fabriken viele Arbeiter, die bereit waren, auch für Hungerlöhne zu arbeiten. Die Dringlichkeit zur Lösung dieser Probleme brachte mehrere Gruppen dazu, sich um Lösungsansätze zu bemühen. Diese Gruppen waren im Wesentlichen die Arbeiter selbst, aber auch liberale Staatsreformer und kirchliche Kreise, z.T. auch Unternehmer und nicht zuletzt sogar der Staat.

Das Arbeiterproletariat schlossen sich zusammen, um sich ihre Rechte zu verschaffen. Es wurden in Frankreich, England und später auch in Deutschland sozialistische Ideen in Schriften verbreitet (Marx und Engels). Die Arbeiter nicht nur in Deutschland halfen sich mit Organisationen zur gegenseitigen Unterstützung (Konsumvereine) und zur Durchsetzung der eigenen Forderungen mit den Mitteln des Arbeitskampfes (Gewerkschaften) und der Politik (Arbeiterparteien). Dazu mussten sich die Arbeiter zuerst einmal ihrer Macht gegenüber Maschinen und Unternehmer bewusst werden.

Die Industrialisierung nahm ihren Lauf.

Mit ihren Erkenntnissen und mittels ihrer Dokumentation wollen die SchülerInnen ihre Teilnahme an der Geschichtsreisen-AG einer Öffentlichkeit ersichtlich und erlebbar machen.

Jessica Gross

Kategorien: 9. Klassen, Allgemein

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