Schrenzerschüler schnuppern Uni-Luft

Was kann man mit Fremdsprachen beruflich anfangen? Wie leben und lernen Studenten? Dies waren die zwei Fragen, die Schüler des neunten und zehnten Jahrgangs der Schrenzerschule bewegten, letzten Freitag mit Frau Veller und Herrn Keller an die Ausbildungsstätte für Übersetzer und Dolmetscher der Universität Mainz in Germersheim zu fahren.

`Das ist ja cool!´ war die spontane Reaktion auf den besuchten Notizentechnikkurs von Dr Dingfelder-Stone. Dort sahen sie, wie eine blumige Rede in einfachen und zeitsparenden Symbolen auf einen Block notiert wurde, um anschließend konsekutiv gedolmetscht zu werden bzw. dann von den Notizen aus wiedergegeben zu werden.

Danach erfuhren sie vom Prüfungsleiter, Herrn G. Iller, wie die Bachelor- und Masterstudiengänge für Übersetzer und Dolmetscher aufgebaut sind, dass die IT-Branche mit einer der größten Arbeitgeber für Übersetzter und Dolmetscher heut zu Tage ist und, dass der BREXIT durchaus auch Positives birgt. Die Absolventen von Germersheim freuen sich auf zahlreiche Arbeitsaufträge im Zuge der zweijährigen Austrittsverhandlungen der Briten.

Die Freitagskonferenz mit einem Vortrag von Frau Elke Wilhelm zum Thema `Gewaltfreie Kommunikation´, ermöglichte den Schülern das Dolmetschen einmal live zu erleben. Sie konnten über Kopfhörer in die acht Kabinen hineinschalten, in denen Studenten saßen, die die Konferenz simultan ins Englische, Französische, Italienische, Niederländische, Polnische, Spanische, Russische und Griechische dolmetschten. Eine Schülerin, die mit dem Niederländischen vertraut ist, verfolgte so die Konferenz fast in Gänze auf Niederländisch.

Im Anschluss wurden die Schrenzerschüler von Annika Schlesiger und Doriane Dupont, beides Dolmetschstudentinnen, selbst in die Dolmetschkabinen gesetzt und durften versuchen, einige Takte vom Französischen ins Deutsche zu dolmetschen. Gleichzeitig mit gehörter Rede und eigener Reflexion bzw. Übersetzung zurecht zu kommen, ist spontan gar nicht so einfach. Es wurde viel gelacht! Eine Führung von Annika und Doriane durch die Seminarräume, das Sprachlabor, den PC-Raum, die Bibliothek und über den Kampus gab es dann auch vor dem wohlverdienten Mittagessen in der Mensa.

Mit vielen Eindrücken ging es anschließend zurück nach Butzbach.

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Ingeborg Veller, 23. Mai 2017

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