Schulterschluss mit den Vätern Europas

Schulterschluss mit den Vätern Europas

 21 Schüler aus dem 8. Und 9. Jahrgang der Schrenzerschule fuhren unter der Leitung von Ingeborg Veller und Brigitte Milde für drei Tage nach Metz, um zu testen, wie weit sie mit ihrem erlernten Schulfranzösisch im echten französischen Stadtleben zurechtkommen und um zu schnuppern, wie es in Frankreich so ist.

Nach einer Orientierung in der Stadt durch eine Stadtführung am ersten Nachmittag, zogen die Schüler immer wieder mit Sprechaufträgen in Kleingruppen los. So führten sie Interviews mit Passanten, bestritten eine Stadtrallye auf Französisch, verglichen Lebensmittelpreise aus vier verschiedenen Läden mit denen in Deutschland und erfragten auf Französisch den Weg zu Sehenswürdigkeiten, von denen sie als Beweis der Auftragserfüllung ein Selfy mitbrachten. Freie Zeit für eine französische Shoppingrunde gab es auch. Am letzten Abend gingen all gemeinsam ins Kino, um einen neuen französischen Film, Ava, über ein dreizehnjähriges Mädchen zu sehen, dass auf ganz eigene Weise mit der Diagnose umging, dass sie ihr Augenlicht verliert.

Die Zusammenarbeit der älteren mit den jüngeren Schülern half beim Lösen der Aufgaben. Die Stadt Metz mit ihrer mittelalterlichen Geschichte und der großen Kathedrale hat den Schülern insgesamt sehr gut gefallen. `Die Erwachsenen und älteren Leute waren super nett aber die Jugendlichen sind einfach weitergegangen´, so die Erfahrung nicht nur eines Schülers. Das gute Essen und die kleinen Törtchen haben einige Schüler sehr genossen, wohingegen ihnen die wenig ausgebildete Frühstückskultur schwer gefallen ist. `Die haben keine Decken´, war eine Reaktion mehrerer auf das fremde System der Wolldecken, die in Bettlaken eingeschlagen werden. Die ausgeprägtere Flirtkultur in Frankreich haben vor allem die Schülerinnen durch Komplimente und mehrfaches Angesprochen-werden erfahren.

Am letzten Tag der Reise lernten die Schüler den großen Europäer Robert Schuman kennen, der sich mit der Idee zur Gründung einer europäischen Union zunächst durch die Europäische Gemeinschaft für Kohle – und Stahl (EGKS) für die Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich nach dem zweiten Weltkrieg stark machte so wie für dauerhaften Frieden in Europa.

Bei der Besichtigung seines Hauses in Szy-Chazelles (einem Vorort von Metz) wurde anschaulich, dass der große europäische Stratege im Privaten sehr bescheiden war und einfach lebte. Er ging in die Politik, um zu dienen und nicht, um sich zu bedienen.

Zuallerletzt nahmen die Schüler an einem Workshop teil, indem sie sich durch das gemeinsame Legen eines Boden-Puzzles nicht nur mit der Anordnung der Mitgliedsstaaten der europäischen Union (EU) vertraut machten, sondern auch mit der Geschichte der Erweiterung der EU. Außerdem mussten sie Aufgaben zu kulturellen Eigenarten der einzelnen Mitgliedsländer lösen. Zufrieden waren alle mit der Rückmeldung der Workshopleiter, dass sich die Schrenzerschüler für ihre Altersgruppe sehr gut geschlagen haben.

Auf dem Foto mit den Vätern Europas, suchen die Schrenzerschüler den Schulterschluss mit Alcide de Gasperi (Ministerpräsident Italiens), Robert Schuman (französischer Außenminister), Jean Monnet (Präsident der Hohen Behörde der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl, EGKS) und mit Konrad Adenauer (erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland).

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