Gemeinsam sind wir stark

Schrenzerschüler auf Erlebnistour in Oberreifenberg

 

Seit fast 20 Jahren ist das erlebnispädagogische Konzept der Schrenzerexpedition an der Schrenzerschule etabliert. Wie schon in vielen Jahren zuvor führte die Expedition die Neuankömmlinge der fünften Klassen mit ihren Klassenlehrern und erfahrenen Teamern aus den eigenen Reihen des Kollegiums der Schrenzerschule nach Oberreifenberg. Das dreitägige Seminar bot den Schülern viele Gelegenheiten mehr über sich selbst, ihre Mitschüler und ihre Lehrer zu erfahren. So gab es eine ganze Reihe von Kennenlernspielen, angefangen vom Baum der Freundlichkeiten, den die Schüler auf einem Waldspaziergang entdeckten oder dem Namensduell. Erlebnisse im Wald wie etwa die Wanderung durch das Tal des Nebels jagten den jungen Abenteurern eine Gänsehaut über den Rücken, aber mit vereinten  Kräften überwanden sie diese gefährliche Strecke. Unter der fachkundigen Anleitung ihrer Lehrer lernten die jungen Expeditionsmitglieder die Geheimnisse des Waldes kennen und entdeckten, dass der Wald ein wundervoller Abenteuerspielplatz sein kann, in dem es zudem sehr viel Interessantes zu entdecken gibt. Auch wurde den Jungen und Mädchen deutlich, dass zunächst fast unüberwindlich erscheinende Hindernisse mit Hilfe ihrer Gruppenmitglieder plötzlich bezwingbar werden. So lernen sie den Wert der Zusammenarbeit in der Gruppe schätzen. Ein weiterer Höhepunkt war die Selbsteinschätzungsolympiade. Im Gegensatz zu dem sportlichen Vorbild geht es hierbei nicht um „höher, weiter schneller“, sondern darum wie gut die Schüler sich selbst kennen. Sieger wurde, wer seine Leistung möglichst genau voraus sagen konnte.

Natürlich wurde auch die nähere Umgebung der Jugendherberge erforscht. Bei dem Besuch des nahe gelegenen Römerkastells reisten die jungen Expeditionsteilnehmer 2000 Jahre in der Geschichte zurück. Besonders beeindruckt waren sie von dem gut erhaltenen Römerbad. Wie mochte es damals ausgesehen haben, als die Römer durch das Eingangsportal in den Umkleideraum und anschließend ins Dampfbad gegangen sind? Spannend war auch die Wanderung zum Gipfel des Großen Feldbergs. Schnell war das Gipfelkreuz erkundet und viele ließen es sich nicht nehmen, sich in das Gipfelbuch einzutragen.

Viel zu schnell vergingen die Tage in Oberreifenberg, die allerdings nur einen Anfang darstellen. Die Schrenzerexpedition ist nämlich ein bewährtes Projekt, das in den Klassen fünf während des gesamten fünften Schuljahres mit wöchentlich zwei Schulstunden und einem Lehrerteam von zwei Lehrkräften pro Klasse durchgeführt wird. Ziel des erlebnispädagogischen Projektes ist eine Persönlichkeitsstärkung der jungen Menschen. Außerdem erfahren sie in diesem Projekt durch eigenes Erleben, dass es eine ganze Reihe Möglichkeiten gibt wie man Freizeit interessant gestalten kann – ohne Computer, Fernsehen oder gar Drogen. Auch das Gefühl der Gemeinsamkeit und Geborgenheit in der Gruppe sowie die Achtung vor der Persönlichkeit der Mitschüler ist eine wichtige Erfahrung. Eine ganze Reihe von externen  Rückmeldungen zum guten Schulklima in der Schrenzerschule bestätigen, dass die Schule mit der Schrenzerexpedition Erfolg hat. In diesem Jahr wird das Konzept der Schrenzerexpedition erstmals mit dem Fach ILas verknüpft, in dem die Schüler methodisch geschult werden und auch Gelegenheiten erhalten, sich Lernstoff selbst anzueignen.

 

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