Schüler tauschen Füller gegen Hacke und Schippe

An diesem warmen Frühlingstag rann so mancher Schweißtropfen als etwa 120 Schüler und Schülerinnen zu Schaufel, Spaten, Schubkarre und Spitzhacke griffen. Gemeinsam mit ihren Lehrkräften packten sie kräftig an, um der Umgestaltung ihres Schulhofes mit einer Pflanzaktion den letzten Schliff zu geben. Unter den aufmerksamen Augen von Lena Suhleder und Fabian Kempf von der Forschungsstelle für Frei- und Spielraumgestaltung wurde fleißig gebuddelt und gehackt, um in dem teilweise recht steinigen Boden Pflanzlöcher für 80 Sträucher und ca. 200 Bodendecker und Stauden zu schaffen. Nach anfänglichem hier und da zögerlichem Versuchen hatten die Schrenzerschüler schnell den Bogen raus und erkannten, an welcher Stelle, die Werkzeuge am sinnvollsten eingesetzt werden. Und war es mal mit dem Spaten zu schwer standen schnell Klassenkameraden mit der Spitzhacke zur Seite und lockerten erst einmal den festen Boden. So zeigten sie ganz selbstverständlich, dass Teamwork für sie kein Fremdwort ist. Selbst Schulleiter, Achim Schwarz-Tuchscherer, ließ es sich nicht nehmen, mit Hand an zu legen und am Ende festzustellen, dass sich der Einsatz gelohnt hat. Neben der Tatsache, dass die Pflanzaktion allen sichtlich viel Spaß machte, steht sie in Zusammenhang mit dem Konzept der Verantwortungsübernahme aller für ihre Schule. Die Idee, dass man Dinge, an deren Mitgestaltung man aktiv mitgewirken kann, viel mehr zu schätzen weiß, hat sich schon an vielen Stellen als richtig erwiesen. Verantwortungsübernahme wird auch künftig bei der Pflege der Anlagen eine große Rolle spielen, die zu einem großen Teil von Schülern des Wahlpflichtkurses Botanik-Schulgarten übernommen wird. Neben gärtnerischen Tätigkeiten lernen sie so fast nebenbei viel über ökologische Zusammenhänge, die Bedürfnisse der einzelnen Pflanzenarten sowie der Bezeichnung.

Mit der Pflanzaktion ist nun auch das Ende der langersehnten Umgestaltung des einst tristen Schulhofes in eine einladende Fläche mit Spielmöglichkeiten, vielen Sitzgelegenheiten und abwechslungsreichem Grün in greifbare Nähe gerückt. Immerhin sind seit Beginn der Planungsarbeiten mit der fachkundigen Begleitung durch die Forschungsstelle, an denen sich Schüler, Eltern, Lehrkräfte und Vertreter des Fördervereins der Schrenzerschule engagiert beteiligten mehr als zwei Jahre vergangen. Verzögert wurde die Umsetzung vor allem dadurch, dass man bei Baubeginn feststellte, dass zunächst das Rohrsystem er Heizungsanlage umfangreich saniert werden musste. Auch der finanzielle Aufwand war nicht unerheblich. Schulelternbeirat, der Förderverein und der Wetteraukreis beteiligten sich aber gemäß dem Motto „Räume sind die dritten Erzieher“ gerne.

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