Die Plastikpiraten der Schrenzerschule freuen sich über die gute Qualität der Wetter bei Griedel

Wir finden hier ja gar nichts“: Diesen erfreulichen Satz bekam man bei der Spurensuche nach Mikroplastik und Plastikmüll an und in der Wetter bei Griedel mehrmals zu hören. Hintergrund war eine umfangreiche Untersuchung eines Flussabschnitts des Flüsschens Wetter im Rahmen der bundesweiten Aktion des Bundesministeriums für Bildung und Forschung „Plastikpiraten“, an der die 26 Schüler der Klasse 7 b der Schrenzerschule teilgenommen hatten. Das erfreuliche Ergebnis: Zumindest in Bezug auf achtlos weggeworfenen Abfall, illegal entsorgten Müll oder Müll der als Treibgut in Flüssen zu finden ist, macht die Wetter bei Griedel einen sehr guten Eindruck. Es wurde nur sehr wenig Unrat gefunden, der nicht in einen Fluss gehört oder an das Flussufer. Eine unrühmliche Ausnahme machte eine Tüte mit Hundekot, die einfach am Flussufer hinterlassen wurde, obwohl ganz in der Nähe ein Abfalleimer zu finden war.
Im Vorfeld setzten sich die Plastikpiraten der Schrenzerschule gemeinsam mit ihren Lehrerinnen, Christian Sasse und Karin Balasch, ausführlich mit der Geografie der heimischen Flüsse bis hin zum Meer, mit biologischen Zusammenhängen wie der biologischen Vielfalt in Flüssen und den Ozeanen, Nahrungsketten und Nahrungsnetzen, in denen sich schädliche Substanzen anreichern und an deren Ende eigentlich immer der Mensch steht, auseinander. Deutlich wurde, dass der Rohstoff Plastik eigentlich viel zu wertvoll ist, um für Einwegverpackungen verschwendet zu werden. Außerdem wurde erarbeitet, dass die Qualität des Plastiks in der Regel bei der Wiederverwertung abnimmt. Gegenstand der Untersuchungen war zudem das Müllaufkommen an der eigenen Schule sowie die Ursachenforschung nach den Müllquellen. Auch das eigene Konsumverhalten wurde kritisch hinterfragt und nach Alternativen zu den Einwegverpackungen gesucht.
Die Ergebnisse der Aktion wurden an die Kieler Forschungsgruppe weitergeleitet. Ziel der Aktion ist, neben einer Kartierung der deutschen Gewässer im Hinblick auf die Belastung mit dem problematischen Mikro- und Makroplastik, die Sensibilisierung für einen bewussten und schonenden Umgang mit Ressourcen und der Umwelt. Außerdem erhielten die durchweg interessierten Jugendlichen der Klasse 7b einen guten Einblick in wissenschaftliche Arbeitsweisen.

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