Pressebericht zur JHV am 15.04.2015

Bericht zur Jahreshauptversammlung des Fördervereins der IGS Schrenzerschule Butzbach e.V. (15.4.2015)

„Der Förderverein der IGS Schrenzer befindet sich auf einem guten Weg, aber die finanziellen Herausforderungen sind unübersehbar“, so fasste die Vorsitzende Ilona Lauer die Situation zusammen, nachdem der Tätigkeitsbericht und der Kassenbericht vorgestellt und erörtert worden waren.

„Wir wollen die Schrenzerschule bestmöglich unterstützen, damit sie ihre hervorra-gende Arbeit weiterführen und ausbauen kann“, so Ilona Lauer, „das geht aber nur, wenn die hierfür erforderlichen Finanzmittel zur Verfügung stehen“.

Zunächst hatten Ilona Lauer und der stellvertretende Vorsitzende, Michael Schröter, der gut besuchten Versammlung einen Überblick über das vergangene Geschäftsjahr 2014 gegeben. Schröter berichtete über die Arbeit des im Jahr 2014 neu gewählten Vorstands sowie den aufgrund der Satzungsänderung ebenfalls neuen Beirat, be-stehend aus der Vorsitzenden, gleichzeitig Schulleitungsmitglied, Karin Balasch sowie Cornelia Renker, zuständig für das Ganztagsmanagement und Holger Müller, dem Vorsitzenden des Personalrats der Schrenzerschule.

Ilona Lauer lobte die Zusammenarbeit zwischen dem Vorstand und dem Beirat sowie dem neuen Schulleiter, Achim Schwarz-Tuchscherer, als sehr konstruktiv und effi-zient. Mit Freude stellte sie fest, dass der Verein in den letzten Jahren eine erfreuliche Entwicklung, was die Mitgliederzahlen betreffe, zu verzeichnen habe und inzwischen bei 181 Mitgliedern liege.

Massive Probleme ergäben sich jedoch, so Schröter ergänzend, aufgrund der stag-nierenden oder rückläufigen Finanzausstattung und immer stärker ansteigender Kos-ten, was die Finanzplanung für das Schuljahr 2015/2016 insgesamt schwierig mache. Schließlich solle das Nachmittagsangebot ausgeweitet und die Schulsozialarbeit dürfe nicht von Kürzungen bedroht werden.

Schröter erklärte in diesem Zusammenhang nochmals die für die Schule so wichtige Arbeit von Frau Renker in der Bibliothek und für das Ganztagsmanagement und dankte ihr dafür ausdrücklich.

Bezüglich der Aktivitäten berichtete die Schriftführerin Jacqueline Gericke, dass sich der Vorstand am Tag der Offenen Tür bei „Schrenzer live“ beteiligen, mit vielen Besu-chern Gespräche führen und über die Arbeit des Fördervereins informieren konnte. Darüber hinaus habe der Vorstand an einem Elternabend der Jahrgangsstufe 5 seine Arbeit vorstellen und spontan 11 neue Mitglieder gewinnen können.

An dieser Stelle dankte auch Schulleiter Schwarz-Tuchscherer dem Vorstand für seine Arbeit, da es ohne das Engagement des Fördervereins keine Hausaufgaben-betreuung und Schulsozialarbeit in dieser Form an der Schrenzerschule gäbe.

Der Kassenwart Reinhard Burk präsentierte den Kassenbericht für das Jahr 2014. Er stellte dabei nochmals klar heraus, dass der Förderverein aufgrund steigender Per-sonalkosten, steigender Verwaltungskosten bei JJ e.V., dem Trägerverein für die Schulsozialarbeit, und den seit Jahren stagnierenden und sogar sinkenden Zuschüs-sen durch den Wetteraukreis und das Land Hessen ein Jahresminus erreichte, das nur durch Rücklagen aufgefangen werden konnte. So musste auch auf die Förderung pädagogischer Projekte, wie dies noch in den Vorjahren möglich war, verzichtet wer-den. In diesem Zusammenhang erläuterte Michael Schröter die Ursachen für das Finanzproblem von schulischen Fördervereinen. Die beiden Hauptaufgaben, die Finanzierung der Schulsozialarbeit und die der Ganztagsangebote, sei deshalb so schwierig geworden, weil die Mittel des Landes Hessen für Ganztagsschulen, be-zogen auf eine Lehrerstelle, seit 2003 niemals erhöht worden seien, so als habe es in dieser Zeit keine Gehaltssteigerungen gegeben. Der Wetteraukreis habe seinen Zuwendungstopf für Ganztagsschulen seit Jahren gedeckelt, gleichzeitig aber immer mehr Schulen in das Programm aufgenommen, so dass am Ende für die einzelne Schule immer weniger übrig bleibe. So seien beispielsweise diese freiwilligen Leistun-gen für die Schrenzerschule um ein Drittel gesunken. Deshalb sei es dringend not-wendig, so Schröter, das Finanzierungsprogramm für Ganztagsschulen und Schulso-zialarbeit auf neue Füße zu stellen. Erfreulich sei deshalb die beabsichtigte Drittel-lösung des Wetteraukreises, bei der die Kosten für Schulsozialarbeit in gleichen Tei-len von Land, Kreis und Kommune getragen werden sollen.

Der Vorstand brachte die Absicht zum Ausdruck, dass man sich neben den beiden genannten Schwerpunkten wieder stärker auf die originäre Förderung der Schule konzentrieren müsse – vorausgesetzt, dass dies finanziert werden könne.

Nach dem Kassenbericht bescheinigten die Kassenprüfer Sigrun Schneider und Dr. Lutz Ehnert eine ordnungsgemäße Kassenführung und beantragten die Entlastung des Vorstandes, was einstimmig von den Mitgliedern ausgenommen wurde.

Schulleiter Schwarz-Tuchscherer berichtete, dass vom Schulträger für das laufende Jahr 20.000 Euro für die Schulhofgestaltung zur Verfügung gestellt werden und dass auch bereits mit dem Vorstand des Fördervereins bezüglich des für die Schulhof-gestaltung festgelegten Geldes gesprochen wurde.

Ein Antrag auf Erweiterung des Vorstands um zwei Beisitzer und einen Presse-referenten wurde von der Jahreshauptversammlung einstimmig abgelehnt, da eine Erweiterung durch einen Beirat bereits im vergangenen Jahr beschlossen wurde.

In der Perspektive für das laufende und das kommende Schuljahr wies die Vor-sitzende Ilona Lauer auf die Notwendigkeit hin, eine Konsolidierung der Finanzaus-stattung für die zentralen Aufgaben, die an einer Ganztagsschule geleistet werden müssen, sicherzustellen. Hier begrüßte sie auch die Bereitschaft des Kollegiums und der Schülerschaft, durch einen „Schrenzerlauf“ ergänzende Mittel zu generieren. Dies könne jedoch nicht die Lösung auf Dauer sein. Unter dem Beifall der Anwesenden stellte die Vorsitzende fest: „Die öffentlichen Stellen in Kreis, Land und Stadt müssen begreifen, dass eine permanente Unterfinanzierung der umfangreichen zusätzlichen Aufgaben, die einer Schule aufgebürdet werden, auf Dauer negative Folgen hat und das Bildungssystem in Deutschland nicht voranbringen wird.“